TPU Anlage - Gesamtanlage
TPU Anlage - Gesamtansicht 02
TPU Anlage - Gesamtansicht 03

Bei der Firma Huntsman am Standort Osnabrück werden Thermoplastische Polyurethane (TPU) hergestellt.

Die Produkte werden zum großen Teil zur Herstellung von Kabelummantelungen, Schläuchen, Dichtungen und anderen technischen Anwendungen weiter verarbeitet.

Die Tätigkeit der OAS AG bei diesem Projekt beinhaltete das komplette Engineering der Anlage inklusive Projektmanagement, die Bauleitung sowie die Lieferung der Steuerung und des Leitsystems.

Die Aufstellung der neuen Anlage erfolgte in einem vorhandenen Gebäude, was bei der Planung berücksichtigt werden musste. Um eine hohe Anlagensicherheit und Verfügbarkeit zu gewährleisten, wurden die einzelnen Anlagenteile entsprechend konzipiert.

Die Gesamtanlage besteht aus folgenden Anlagenteilen:

  • Tanklager 
  • Produktionsanlage
  • Granulation
  • Lagersilos 
  • Kälteanlage
  • Trocknungsanlage
  • Förderanlage
  • Steuerung / Leitsystem 

Das Steuerungskonzept wurde so ausgelegt, dass alle Gewerke über die Visualisierung bedient und beobachtet werden können. Das Prozessleitsystem besteht aus einem redundanten bedienten Serversystem. Der primäre Server zeichnet vorrangig für die Datenbank und für die Kommunikation mit der Feldebene verantwortlich. Der sekundäre Server arbeitet dagegen vorrangig als Visualisierungsarbeitsplatz und übernimmt im Störungsfall zusätzlich die Funktionen des primären Servers.

Die Datenbank des sekundären Servers arbeitet als sogenannte Hot- Stand-By-Datenbank und kann die Funktion innerhalb von Minuten übernehmen. Der primäre Server wurde im Leitstand aufgestellt. Der sekundäre Server ist in einem Schaltschrank in der Anlage untergebracht. Der Monitor ist über ein Sichtfenster einsehbar, Maus und Tastatur liegen in einer Tastaturschublade des Schrankes.

Das Prozessleitsystem wurde um zwei Touch-Panel-Arbeitsplätze ergänzt, die an der Produktionsanlage platziert wurden. Diese sind als reguläre Arbeitsplätze im Prozessleitsystem registriert und über „Microsoft Terminal Services“ mit dem aktiven Server verbunden, so dass eine lokale proNTo-Installation auf diesen Rechnern entfallen konnte. Hier kamen sogenannte „Thin Clients“ zum Einsatz. Diese Rechner besitzen keine rotierenden Bauteile, wie eine eigene Festplatte oder Lüfter, und sind deshalb wartungsarm, schmutzunempfindlicher und ausfallsicherer als herkömmliche Bauformen.